Aktuelles -  07.09.2010


Willkommen auf unserer neuen Internetseite. Wir haben die Dokumente der vergangenen Veranstaltungen neu strukturiert und möchten Sie gleichzeitig über die Arbeit der LAG "Autismus macht Schule in Niedersachsen" und des Netzwerkes AUTISMUS Niedersachsen informieren.


Gleichzeitig möchten wir Sie einladen,
-  an der Verknüpfung des Netzwerkes mitzuwirken,
-  die Angebote Ihres Vereins für Menschen mit Autismus darzustellen,
-  Ihre Selbsthilfegruppe zu verlinken oder
-  an der Verbesserung der Seite (z. B. Barrierefreiheit) mitzuarbeiten!

Soziales Netzwerk 
Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und Unterstützung unserer ehrenamtlichen Tätigkeit!
Gern können Sie dazu auch unseren Fragebogen nutzen!
Jürgen Isernhagen und Thomas Löprich
 
Schirmherrschaft für das Autismus-Projekt übernommen - 19.08.2010
Sozialministerin Aygül Özkan: „Autistische Kinder brauchen besondere Lernbedingungen“  

HANNOVER. Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan hat die Schirmherrschaft für das Projekt ‚Frühe Förderung für autistische Kinder nach autismusspezifischer Verhaltenstherapie' übernommen. Durchgeführt wird das Projekt vom Therapiezentrum für autistische Kinder gGmbH in Hannover.

 

„Gerade autistische Kinder sind oft gefangen in ihrer Welt. Sie benötigen so früh wie möglich besondere Lernbedingungen, die ihnen gerecht werden und ihnen helfen, Defizite auszugleichen", so die Ministerin.

 

  Die Ministerin besuchte am 11.08. das Therapiezentrum für autistische Kinder in Hannover. Dort übernahm sie die Schirmherrschaft für ein neues Projekt.
Das Land zahlt gemeinsam mit den niedersächsischen Kommunen für die Betreuung von autistischen Kindern in Sonderkindergärten oder in Tagesbildungsstätten jährlich insgesamt rund 11,7 Millionen Euro.

"Autistische Kinder benötigen zum Leben und Lernen einen geschützten Rahmen, besondere Kommunikationsangebote und häufig sehr individuelle Rückzugsmöglichkeiten", sagte Özkan. Es sei gut, dass das Projekt zur Förderung autistischer Kinder nicht nur die Kinder selbst, sondern auch deren Eltern mit einbeziehe. Denn auch für ihre Eltern sei es oft schwierig, weil sich ihnen ihr Kind in keiner Weise mitteilen kann, und sie nicht genau wüssten, was es wirklich denkt und fühlt.
  Die Ministerin übernahm die Schirmherrschaft für das Projekt "Frühe Förderung für autistische Kinder nach AVT".
(Quelle: Nds. Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration)   Die Ministerin besuchte am 11.08. das Therapie-zentrum für autistische Kinder in Hannover. Dort übernahm sie die Schirmherrschaft für ein neues Projekt: "Frühe Förderung für autistische Kinder nach AVT".
 
 
LAG "Autismus macht Schule in Niedersachsen" - 03.05.2010

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) "Autismus macht Schule in Niedersachsen" hat sich am 17.04.2010 innerhalb des Netzwerkes neu formiert.

Die LAG unter Leitung von Thomas Löprich und Jürgen Isernhagen werden die Aktivitäten im Netzwerk zukünftig strategisch koordinieren und über Ergebnisse informieren.

 

Innerhalb des Netzwerkes AUTISMUS Niedersachsen haben sich folgende

Projektgruppen gebildet:

LAG-Sitzung 17.04.2010
    • ·      - Wohnen (Leitung: Beate Lunburg – Haus im Wind, Bad Pyrmont),

      ·    - Schule (Leitung: Iris Bülow – SHG Elternkreis Hannover),

      ·    - Diagnostik (Leitung: Andreas Luther – Autismus Hannover e.V.) und

      ·    - Integration ins Arbeitsleben (Leitung: Thomas Löprich – einzigartig-  eigenartig e.V., Walsrode).

       

      Verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit ist Hans-A. Lönneker unterstützt von Jürgen Isernhagen (einzigartig-eigenartig e.V., Walsrode).

       

  1. Die nächste Sitzung findet am Samstag, den 30.10.2010 in Hannover statt. Weitere Informationen unter LAG/Termine.

     

    Interessierte Mitstreiter/innen sind herzlich willkommen. 

     

LAG-Sitzung 17.04.2010
   
Aufbau Netzwerk AUTISMUS Niedersachsen
 
Tagungsreader Verden - 28.06.2009
 
Der Tagungsreader zur Verdener Tagung "Mit Autismus muss gerechnet werden!"  ist ab sofort erhältlich.

In dem vorliegenden Reader versammeln sich unter dem Motto „Mit Autismus muss gerechnet werden!“ viele verschiedene Sichtweisen auf das - nach wie vor - von Unverständnis und Mythenbildung geprägte Thema Autismus.

Hieraus entwickeln die beiden Herausgeberinnen Erika Weber und Iris Bülow eine Bestandsaufnahme der beklemmenden Situation autistischer Menschen in Niedersachsen für die Bereiche „Schule“ und „Diagnostik“ und verweisen auf den großen Handlungsbedarf bei der Verbesserung der Lebenssituation autistischer Menschen und deren Familien.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
Cover "Mit Autismus muss gerechnet werden!" - zum Vergrößern bitte anklicken! 
 
Aktuelles aus den Vereinen, Selbsthilfegruppen und Regionen-  18.08.2010
 
29664 Walsrode
In Kooperation mit der Lebenshilfe Walsrode e.V. und dem Schulischen Beratungs- und Unterstützungssystem (SCHUBUS) des Landkreises Soltau-Fallingbostel lädt der Verein "einzigartig-eigenartig e.V." zu einer Fortbildungsveranstaltung ein.
Thema
: "Mal den anderen Blick wagen"Schulassistenz aus Sicht von Lehrern - Schulassistenz aus Sicht von Integrationshelfern. Referent: Herr Oliver Bollmann, Schulleiter HRS Clausthal-Zellerfeld

 

Dieser Vortrag lädt zu einem Perspektivwechsel ein. Die Lehrerschaft allgemeinbildender Schulen wird mit ihren Erfahrungen zum Thema Integration von Schülern mit Handicap und ihren aktuellen Perspektiven angesichts immer neuer Themenstellungen und Anforderungen in ihrem beruflichen Umfeld dargestellt.

 

Dieses Umfeld stellt schließlich den Rahmen dar, in dem auch die IntegrationshelferInnen ihre Rolle finden müssen. Eltern bekommen die Möglichkeit die komplexe Situation in der Schulklasse durch die Brille von LehrerInnen und IntegrationshelferInnen wahr zu nehmen.

 

Termin: Mittwoch, den 29. September 2010 von 17:30 bis ca. 20.00 Uhr in der Hans-Brüggemann-Schule Walsrode, Hans-Brüggemann-Str. 8 in 29664 Walsrode.

 

Teilnehmerbeitrag: 5,- € (ist vor Ort zu entrichten) Für Mitglieder des Vereins "einzigartig-eigenartig e.V." ist der Eintritt frei! Anmeldung bei: kontakt@schubus.de bis zum 15. September 2010

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie auf der Internetseite des Vereins unter diesem externen Link. Die Einladung können Sie hier herunterladen.
 
30559 Hannover
Der Verein Autismus Hannover e.V. - Regionalverband zur Förderung von Menschen mit Autismus hat seinen Jahresplaner für die Veranstaltungen im Jahr 2010 veröffentlicht. Sie können ihn hier herunterladen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Vereins unter diesem externen Link.
 

Projekt „Kunst + KlangRaum für Menschen mit Autismus“

Am 12. Juni 2010 fand das erste Mal der „Kunst + KlangRaum für Menschen mit Autismus“ am LandschaftsKunstpfad Benther Berg statt. Obwohl es für die teilnehmenden Künstler völlig ungewohnt war, in der Natur zu malen, waren sie trotz des regnerischen Wetters gleich mit Eifer dabei.

 

Es entstanden 5 Bilder und eine Skulptur, welche die Künstler mit unterschiedlichen Klangelementen erweiterten.

Die entstandenen Werke bereichern die Kulturlandschaft der Region Hannover.

Spaziergänger und Radfahrer stoßen so „en passant“ auf Überraschendes und Unerwartetes.

 

Am 18.09. 2010 findet zum dritten und letzten Mal in diesem Jahr der „Kunst + KlangRaum für Menschen mit Autismus“ am LandschaftsKunstpfad Benther Berg zwischen 15.00 und 18.00 Uhr statt. Besucher sind herzlich eingeladen, sich von den entstehenden Werken inspirieren zu lassen sowie die Welt, wie Menschen mit Autismus sie wahrnehmen, kennenzulernen. Veranstaltungsort sind die Grünflächen neben der B 65, nördlich vom Eschteich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Projektes unter diesem externen Link.

 
Welt-Autismus-Tag 2. April 2010 - 07.03.2010
"Nach Schätzungen der Vereinten Nationen ist weltweit eines von 150 Kindern von Autismus betroffen.
Als Autismus wird eine lebenslange tiefgreifende Entwicklungsstörung bezeichnet, die in den ersten Lebensjahren beginnt. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich, doch je früher Autismus festgestellt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.
Um die Öffentlichkeit stärker für die Wahrnehmung autistischer Störungen zu sensibilisieren, haben die Vereinten Nationen den 2. April eines jeden Jahres zum Welt-Autismus-Tag erklärt. "

(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

Weitere Informationen: www.worldautismawarenessday.org
Logo_WAAD
Quelle: www.autismspeaks.org

 

Mehr Informationen zu Veranstaltungen im Jahr 2010 finden Sie auch auf der Seite des Vereins "Leben mit Autismus Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V." unter dem externen Link www.lebenmitautismus.de .

 
Schule und Fachberatung - 08.09.2009 
 
Der Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Autismus autismus Deutschland e. V. veranstaltete am 20.06.2009 in Wolfsburg die Tagung "Schule von A-Z".

Die  Dokumentation der Veranstaltung finden Sie über einen externen Link hier, u. a. mit einem Vortrag von Herrn Dr. Peter Wachtel (Referent zur sonderpädagogischen Förderung im Niedersächsischen Kultusministerium)   "Zur schulischen Situation von Kindern und Jugendlichen mit Autismus in Niedersachsen".

Interessant ist dabei u. a. die Darstellung der aktuellen Entwicklung in Niedersachsen. Hier einige Auszüge daraus:

" Gegenwärtig wird in Niedersachsen das Unterstützungssystem für die Allgemeinen Schulen umstrukturiert. Zum 1. August diesen Jahres wird es für Fächer und Aufgabenbereiche neue Fachberaterinnen und Fachberater geben. Innerhalb dieses Systems sollen Kolleginnen und Kollegen tätig werden, die eine Expertise für den Bereich Autismus besitzen.

 

 Insbesondere im Bereich der Förderschul-Lehrkräfte, die als Mobile Dienste arbeiten, werden Kolleginnen und Kollegen, die über entsprechende Kompetenzen verfügen, für die Unterstützung in allen allgemein bildenden Schulen eingesetzt, in denen Schülerinnen und Schüler mit Autismus unterrichtet und erzogen werden.

 

Diese Mobilen Dienste können sich auf die unterschiedlichsten Förderschwerpunkte beziehen. Die mobilen Dienste mit dem zusätzlichen Förderschwerpunkt Autismus sollen auf der Ebene der Bezirke und auf Landesebene vernetzt und koordiniert werden.

 

Sinnvoll ist sicher auch das Mitwirken von entsprechend qualifizierten Mobilen Diensten oder Förderschul-Lehrkräften in Zentren der Beratung und Erziehung und in anderen Einrichtungen. Angestrebt wird eine intensive Fortbildung der im Mobilen Dienst tätigen Lehrkräfte mit dem Schwerpunkt Autismus.

 

Ebenso ist beabsichtigt, dass die Koordinatoren und die ausgewiesenen Experten Fortbildungen für Lehrkräfte aller Schularten anbieten. Es haben bereits einige Lehrkräfte aus dem Mobilen Dienst an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen, die auch länderübergreifend mit anderen Bundesländern durchgeführt worden. Weitere Veranstaltungen dieser Art sind geplant.

 

Darüberhinaus hat die Erarbeitung von Handreichungen begonnen, die möglicher Weise Eltern und Lehrkräften Informationen und Orientierungen über den schulischen Umgang im Bereich Autismus anbieten sollen. Das sind Entwicklungen seit der letzten open space-Konferenz in Hannover. Aus meiner Sicht ist das ein erfreulicher Entwicklungsgang.

 

Ich schließe mit sechs Forderungen oder Grundsätzen, die nochmal das bündeln sollen, was ich

versucht habe, hier zum Ausdruck zu bringen.

 

1. Jedes Kind hat ein Recht auf angemessene Förderung und Bildung.

2. Erziehung und Unterricht sollen nach Möglichkeit in der Allgemeinen Schule stattfinden.

3. Die Allgemeine Schule und die Förderschule brauchen ein Unterstützungssystem.

4. Ein Netzwerk soll die Unterstützung absichern.

5. Kinder und Jugendliche mit Autismus haben in der Regel einen Anspruch auf Nachteilsausgleich.

6. Die Sicherstellung der Ressourcen muss gewährleistet sein. "

 
Der Kontakt zu den Mobilen Diensten/Autismusfachberatern kann über die Landesschulbehörde erfolgen. Die Ansprechpartner finden Sie hier.
 
Autismus und Persönliches Budget - 04.10.2009
 
Seit März 2009 führt das Berufsbildungswerk St. Franziskus in Abensberg im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales das Modellprojekt für „Einsatzmöglichkeiten des Persönlichen Budgets bei der sozialen und beruflichen Inklusion von Menschen mit autistischen Syndromen anhand konkreter Beispiele aus der beruflichen Rehabilitation“ durch. Logo BBW St. Franziskus Abensberg
 

Zurzeit findet dazu bundesweite Befragung des Berufsbildungswerkes statt.

 

Zielgruppe sind Personen mit Autismus, die

  • - an einem Persönlichen Budget interessiert sind oder
    - bereits ein Persönliches Budget erhalten.

 

  • Hier finden Sie die externen Links zum Projekt und zu den Fragebogen. Der Rücklauftermin für die Fragebogenaktion wurde auf den 31.10.2009 verlängert.
 
Autismus im TV und Kino - 03.11.2009 

Im TV: "Planet Wissen" auf WDR: Sendung vom 02. September 2009, 15 Uhr: 

"Autismus - Leben in einer eigenen Welt" 

 

"Einige Autisten sind hochintelligent, scheitern aber an den einfachsten Dingen des Alltags. Andere sind geistig behindert und brauchen ihr Leben lang intensive Hilfe. Planet Wissen wirft einen Blick in den Alltag von Autisten: Wie erleben sie eine Welt, die ihnen völlig fremd erscheint?" Den Link zur Sendung finden Sie hier.

 

Im Kino: "Adam - Eine Geschichte über zwei Fremde. Einer etwas merkwürdiger als der Andere" (Start: 10.12.2009)

 

"Nach dem Tod seines Vaters ist Adam (HUGH DANCY) erstmals allein und ganz auf sich gestellt. Bis die attraktive Beth (ROSE BYRNE) in sein Leben tritt. Beth findet den gut aussehenden neuen und scheuen Wohnungsnachbarn ein bisschen merkwürdig, aber auch süß und erfrischend ehrlich. Ein Mann, der die Wahrheit und die Sterne liebt, die Welt darunter aber nicht verstehen kann. Denn Adam lebt in seiner eigenen Welt, hat das Asperger Syndrom, eine leichte Form von Autismus. Soziale Umgangsformen, das Erkennen und Interpretieren von Emotionen und Verhaltensmustern - all das ist Adam fremd. Doch Beth ist ihm schnell vertraut – und er auch ihr. Unbeeindruckt von Adams Kommunikationsproblemen, lässt sich Beth auf eine Beziehung ein, zeigt ihm, wie der Zauber der Romantik den Alltag der Routine verdrängen kann. Doch gibt es wirklich eine gemeinsame Zukunft für das ungewöhnliche Paar, wenn Adam die Liebe erst verstehen und Beth die Barrieren seiner Welt erst überwinden muss...?"  (Quelle www.spielfilm.de)

Mehr Informationen über den Film finden Sie unter dem externen Link: www.adam-derfilm.de
 
Im Kino: "SONIC MIRROR"

 

Sonic Mirror nimmt den Zuschauer mit auf eine ganz persönliche Reise durch Billy Cobhams Welt der Musik. Von einem Auftritt mit der finnischen „Espoo Big Band“ und dem Trompeter Randy Brecker geht es zunächst zu Cobhams familiären Wurzeln nach New York. Er trifft dort seine Eltern, bevor er in eine brasilianische Favela nach Bahia aufbricht, um dort bei den kids einer samba-reggae Truppe seine afrikanischen Ursprünge wiederzufinden.

 

Der Trip erreicht seinen Höhepunkt, wenn Billy Cobham in seiner Wahlheimat Schweiz mit Autisten musiziert und dabei eine tiefgreifende, stark berührende Kommunikation entsteht, die der menschlichen Sprache weit überlegen ist.

 

In SONIC MIRROR spricht der zutiefst menschenfreundliche Musiker über, mit und durch Musik, doch die Hauptrolle spielt die Musik selbst. Sie ist es, die Zusammenhalt schafft; sie gibt den Menschen Kraft und Perspektive; sie verleiht dem Anspruch auf soziale Gerechtigkeit und Bildung einen Ausdruck und dient in einem emotionalen Finale autistischen Menschen als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel.

 

 SONIC MIRROR ist ein mitreissendes und hoch aktuelles Plädoyer für sinnliche, kulturelle Bildung und für den aktiven Umgang mit Musik überhaupt. Die Musik spiegelt die Menschlichkeit unterschiedlicher Kulturen wider und erweitert die Sinne für die Macht der Klänge.

 

IDENTITÄTSSUCHE IM AUTISMUS

"In den alten archaischen Kulturen vergangener Zeiten hatte Rhythmus und Klang rituellen Anteil am Leben des Menschen; Der Mensch konnte sich als Einheit eines kosmischen Ganzen betrachten. Die innere Welt des menschlichen Organismus war durchwoben mit sphärischen Klängen und Rhythmen. Der Mensch erlebte sich selbst im Einklang mit der Welt, durchwoben vom kosmischen Herzschlag. In den darauffolgenden Kulturen der menschlichen Entwicklung erlebte sich der Mensch immer stärker abgesondert von diesem kosmischen Ganzen und wurde zu sich selbst geführt.

 

 Im Film SONIC MIRROR wird dieser archaische Klangspiegel erlebbar; Musik wird hier als eine nonverbale Ausdrucksmöglichkeit verstanden, welche es ermöglicht über den Rhythmus und den Klang die unsichtbare innere Welt mit der äusseren Welt abzugleichen. Das Konzert mit Billy Cobham und Okuta Percussion war der Versuch des Jazzmusikers und einer afrikanischen Percussion group, einen musikalischen Dialog mit Menschen zu führen, die ihr seelisches Vermögen nicht entsprechend zum Ausdruck bringen können; Menschen des autistischen Spektrums.

 

Im Filmkontext selber wird ein Ausdrucksmittel erwähnt, die gestützte Kommunikation, welche dem autistischen Menschen eine erweiterte Ausdrucksmöglichkeit bietet und individuell sein Kommunikationsspektrum erweitern hilft. Gelingt es über verschiedene methodische Ansätze das individuelle Potential des Einzelnen zu aktivieren, so nehmen die aggressiven Verhaltensweisen deutlich ab.

 

In der Folge eines solchen Ansatzes zeigt sich eine deutlich ausgeprägte Selbstkompetenz und damit aufbauend eine entsprechende Handlungskompetenz, die bis in den sozialen Kontext hinein wirkt."

 

(Auszug - Quelle: Thomas van der Stad Bereichsleiter Autismus und Mehrfachbehinderung
In der Heimstätte Bärau/ Langnau i. E.)

Weitere Informationen zum Film finden Sie unter diesem externen Link.
 
Im TV: Quarks & Co: "Was ist anders bei Nicole? Begegnung mit einer Autistin" (Quelle: WDR - Quarks & Co)
 

Nicole Schuster ist 23 Jahre jung, hochintelligent – und Autistin. Sie hat Probleme, sich in der Welt der “Normalen” zurecht zu finden, ihre Mimiken und Gesten richtig zu deuten. Ranga Yogeshwar trifft Nicole.

 

Alle Beiträge:

Was ist anders bei Nicole? Begegnung mit einer Autistin | Jetzt erst recht! | Small-Talk-Training für Autisten | Menschen ohne Empathie? | Viele Diagnosen – ein Kernproblem | Was anders ist im autistischen Gehirn | Rückzug ins Selbst | Wie kann man Autismus behandeln? | Wahrheit und Mythos | Symptome des Autismus: der Selbsttest | Gästebuch Autismus |

 

Den externen Link zur Sendung finden Sie hier, die PDF zur Sendung des WDR hier.
 
Biomedizin - 30.08.2009

 

Vom 18.-20.September 2009 findet in Eppelheim (bei Heidelberg)  die

 

5. EPPELHEIMER FACHTAGUNG AUTISMUS und AD(H)D

Schwerpunkt Biomedizin

statt.

 

  • Weitere Tagungsinhalte:

  •  Auricula-Training, ABA, sensorische Integration, Delacato, FC

 

Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier.

Logo Eppelheimer Fachtagung
 
 
Nachlese Verdener Tagung und Open-Space-Konferenz in Hannover - 28.02.2010
 
Ergebnis der 1. Interdisziplinären Fachtagung „Mit Autismus muss gerechnet werden…in Niedersachsen!“ vom 23. bis 24. November 2007 in Verden/Aller an der rund 700 Menschen aus allen Teilen Niedersachsens und darüber hinaus teilgenommen haben, ist eine Erklärung, die Forderungen an die Verantwortlichen in Politik, Verwaltung und in den Verbänden formuliert.
 
Anknüpfend an diese Erklärung sind am 23. August diesen Jahres mit der Open Space Veranstaltung „Netzwerk AUTISMUS Niedersachsen“ Ideen, Bedürfnisse und Erfahrungen ausgetauscht und zusammen getragen worden. Nach der Begrüßung von Herrn Dr. Wachtel aus dem Niedersächsischen Kultusministerium begannen die ca. 120 Teilnehmer ihre Workshopthemen vorzuschlagen, die zu diskutieren waren. Es war ein bunter Strauß von Ideen und Vorschlägen, die schließlich in zwei Zeitschienen, am Vormittag  zuerst in sieben und am Nachmittag in sechs zeitgleichen Arbeitsgruppen diskutiert worden sind. Die Diskussionsinhalte der insgesamt 13 Arbeitsgruppen, die sich über den gesamten Tag interdisziplinär ausgetauscht haben, sind in der Dokumentation zur Konferenz zusammengestellt und laden zur Weiterarbeit ein.
 
Das Netzwerk AUTISMUS Niedersachsen soll auf Grundlage der Verdener Erklärung, der Zusammenfassung der Konferenzinhalte und daran anknüpfenden Erhebungen aufgebaut werden.
 
Regional interdisziplinäre und landesweit disziplinäre Kompetenzknoten sollen entstehen, deren Aufgabe es sein wird, mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die Veranstaltungsinhalte aufzubereiten und weiterzuführen. Die regionalen Kompetenzknoten werden von dort aus ihre weitere Vernetzungstätigkeit starten. Die weitere Vernetzung geschieht themenbezogen und wird die Themen aufgreifen, die auf der Open Space Veranstaltung benannt worden sind.
 
Die Mitwirkung sowie der sukzessive Aufbau des Netzwerkes AUTISMUS Niedersachsen ist als Projekt geplant.
 
Die Landesarbeitsgemeinschaft „Autismus macht Schule in Niedersachsen“ wird die erforderliche Konzeption erstellen und die finanziellen Mittel für die Planung und Durchführung des Projektes einwerben.
 
Im Rahmen des Projektes ist die Erstellung und Veröffentlichung eines interdisziplinären Leitfadens zur verbesserten Früherkennung und gezielten Förderung von Menschen mit Autismus vorgesehen.
 
Interessierte können sich für weitere Informationen an folgende Adressen wenden:
Landesarbeitsgemeinschaft Jürgen Isernhagen und Thomas Löprich
J. Isernhagen und T.Löprich
„Autismus macht Schule in Niedersachsen“
 
Jürgen Isernhagen und Thomas Löprich
 
E-Mail: info@netzwerk-autismus-niedersachsen.de